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Fahrtenbuch

- Auflage durch die Bußgeldbehörde

Wenn nach einem Verkehrsverstoß im Straßenverkehr die Feststellung eines Fahrzeugführers nicht möglich war, kann dem Fahrzeughalter durch die zuständige Behörde die Auflage erteilt werden, für ein oder für mehrere Fahrzeuge, ein Fahrtenbuch zu führen.

Sofern Sie einen Anhörungsbogen oder einen Bußgeldbescheid erhalten haben und Sie Fragen dazu haben, rufen Sie mich bitte unter 030 / 70081147 an und wir vereinbaren - auch kurzfristig - einen Termin für eine Beratung.

  • Anhörungsbogen – Lassen Sie sich unbedingt durch einen Anwalt beraten, bevor Sie zu diesem Stellung.
  • Bußgeldbescheid – Innerhalb von 2 Wochen nach Zustellung muss gegen den Bescheid Einspruch eingelegt werden.

Sie haben keine Zeit, zum Anwalt zu gehen:

  • Anhörungsbogen / Bußgeldbescheid – senden Sie diesen per Post, Fax oder E-Mail an die Kanzlei
  • Rechtsschutzversicherung - teilen Sie bitte mit, bei welcher Versicherung Sie rechtsschutzversichert sind. Die Deckungsanfrage wird von hier aus bei der Rechtsschutzversicherung angefragt.
  • Vollmacht – senden Sie die unterschriebene Vollmacht (siehe unter Formulare) im Original an die Kanzlei

Alles Weitere wird von hier aus veranlasst.

Im Rahmen der Anhörung zum Verkehrsverstoß trifft den Fahrzeughalter die Obliegenheit, zur Aufklärung des mit seinem Fahrzeug begangenen Verkehrsverstoßes, im Rahmen des ihm Möglichen und Zumutbaren mitzuwirken. Dafür muss er insbesondere den ihm bekannten und zumindest möglichen Täterkreis eingrenzen und die Täterfeststellung durch Nachfragen im Kreis der Nutzungsberechtigten fördern.

In das Fahrtenbuch sind  nach § 31a StVZO durch den Fahrzeughalter oder den Beauftragten für das betreffende Fahrzeug und für jede einzelne Fahrt die folgenden Angaben einzutragen:

  • vor dem Beginn der Fahrt
    • Name, Vorname und Anschrift des Fahrzeugführers,
    • amtliches Kennzeichen des Fahrzeugs,
    • Datum und Uhrzeit des Beginns der Fahrt und
  • nach dem Ende der Fahrt
    • unverzüglich
    • Datum, Uhrzeit und Unterschrift

Der Fahrzeughalter hat das Fahrtenbuch auf Verlangen jederzeit an dem von der anordnenden Stelle festgelegten Ort zur Prüfung auszuhändigen. Zudem muss das Fahrtenbuch sechs Monate nach Ablauf der Zeit, für die es geführt werden muss, aufzubewahren. Die Auflage mit dem Fahrtenbuch wird für die Zeit, in der dieses geführt werden muss, im Verkehrszentralregister eingetragen.

Beim Fahrtenbuch muss unbedingt folgendes beachtet werden:

  • Eintragungen müssen zeitnah und fortlaufend erfolgen,
  • alle Angaben sind im Fahrtenbuch vorzunehmen (ein Verweis auf andere Unterlagen ist unzulässig),
  • das Fahrtenbuch muss in geschlossener Form vorliegen (keine losen Zettel),
  • Änderungen, Streichungen und Ergänzungen müssen erkennbar sein.